Nicht neu an der Börse, aber hier...

#1 von WarrenvomRhein , 09.02.2021 15:31

...hallo zusammen,

bin kein Börsenneueinsteiger, aber neu hier im Forum.
Habe in den 90ern meine ersten Erfahrungen gemacht, zwischendurch dann wegen verschiedener Umstände fast komplett aufgehört.
(andere Investitionen, Hausbau etc.)
Aber seit 2016 wieder massiv dabei.

Ich verfolge auch die Dividendenstrategie zur späteren Verbesserung der Rentensituation.

Das solls erst mal hier gewesen sein,
es grüßt der Warren vom Rhein


WarrenvomRhein  
WarrenvomRhein
Beiträge: 22
Registriert am: 09.02.2021


RE: Nicht neu an der Börse, aber hier...

#2 von Sharehunter , 13.02.2021 14:02

Mir geht es ähnlich. Ich habe auch in den 90ziger Jahren mit der Börse angefangen. Leider war man in dieser Zeit zu gierig und hat in 2 bzw. 3 klassige High Tech Werte investiert. Dann kam das Jahr 2000/2001. In dieser Zeit habe ich mehr als das Gesamte Kapital verloren und anschließend bis ins Jahr 2004 Börsenschulden abbezahlt. Danach habe ich mich dann nicht mehr an die Börse getraut.

Da derzeit die Zinsen nicht vorhanden sind, sehe ich momentan keine andere Möglichkeit als die Börse. Ich habe für mich festgestellt, das man doch ruhiger reagiert. Für mich habe entschieden, mit der Dividenden Strategie neu zu beginnen, zumal ich auch noch etwas für meine Altersvorsorge machen muss (Jahrgang 72).


Sharehunter  
Sharehunter
Beiträge: 5
Registriert am: 13.02.2021


RE: Nicht neu an der Börse, aber hier...

#3 von bpmeister , 13.02.2021 15:28

Zitat von Sharehunter im Beitrag #2
Mir geht es ähnlich. Ich habe auch in den 90ziger Jahren mit der Börse angefangen. Leider war man in dieser Zeit zu gierig und hat in 2 bzw. 3 klassige High Tech Werte investiert. Dann kam das Jahr 2000/2001. In dieser Zeit habe ich mehr als das Gesamte Kapital verloren und anschließend bis ins Jahr 2004 Börsenschulden abbezahlt. Danach habe ich mich dann nicht mehr an die Börse getraut.

Da derzeit die Zinsen nicht vorhanden sind, sehe ich momentan keine andere Möglichkeit als die Börse. Ich habe für mich festgestellt, das man doch ruhiger reagiert. Für mich habe entschieden, mit der Dividenden Strategie neu zu beginnen, zumal ich auch noch etwas für meine Altersvorsorge machen muss (Jahrgang 72).

Ich bin 5 Jahre älter als Du, habe aber nicht ganz so riskant gehandelt um die Jahrtausendwende und auch später. Mutig finde ich, das jemand zugibt Kredite (?) für Aktienkäufe eingesetzt zu haben, oder woher kamen die Schulden?
Vor ein paar Jahren habe ich mit der Dividendenstrategie abgefangen und habe noch ca. 10-12 Jahre Zeit bis zur Rente.


bpmeister  
bpmeister
Beiträge: 202
Registriert am: 21.03.2020


RE: Nicht neu an der Börse, aber hier...

#4 von Sharehunter , 13.02.2021 16:10

Ja, ich hatte mir damals Geld geliehen um einen größeren Hebel zu haben. Das ging schief! Habe mein Geld komplett verloren, und durfte 4 Jahre den Wertpapierkredit abbezahlen.

Das würde mir heute nicht mehr passieren.


Sharehunter  
Sharehunter
Beiträge: 5
Registriert am: 13.02.2021


RE: Nicht neu an der Börse, aber hier...

#5 von bpmeister , 13.02.2021 17:49

und wie schaut dein Depot aus? Was für Aktien oder Fonds hast Du?


bpmeister  
bpmeister
Beiträge: 202
Registriert am: 21.03.2020


RE: Nicht neu an der Börse, aber hier...

#6 von Sharehunter , 13.02.2021 18:05

Ich habe dieses Jahr erst wieder angefangen.
Im Augenblick habe ich nur BAT im Depot.
Kann leider nicht so viel auf die Seite legen, so das ich mir den nächsten Wert wieder kaufe, wenn ich mindestens 1000,— Euro gespart habe.
Bin aber am überlegen, ob ich Unilever als Sparplan anlege.


Sharehunter  
Sharehunter
Beiträge: 5
Registriert am: 13.02.2021


RE: Nicht neu an der Börse, aber hier...

#7 von bpmeister , 13.02.2021 18:07

und warum gehst du dann nicht auf ETF?


bpmeister  
bpmeister
Beiträge: 202
Registriert am: 21.03.2020


RE: Nicht neu an der Börse, aber hier...

#8 von Sharehunter , 13.02.2021 18:56

Kenne mich mit ETFs nicht aus. Aktien sind mir lieber. Ist einfach so ein Gefühl.


Sharehunter  
Sharehunter
Beiträge: 5
Registriert am: 13.02.2021


RE: Nicht neu an der Börse, aber hier...

#9 von Alexander , 14.02.2021 10:16

Ja, am neuen Markt habe ich auch ordentlich Federn gelassen. Im Prinzip war ich zweimal so gut wie pleite.
Mit der Dividendenstrategie wird man zwar über Nacht nicht reich, aber ich kann gut schlafen und steter Tropfen höhlt den Stein.
Das einzige Problem ist, das es eine Langzeitstrategie ist und man so früh wie möglich anfangen sollte.


Admin


 
Alexander
Beiträge: 159
Registriert am: 13.03.2020


RE: Nicht neu an der Börse, aber hier...

#10 von WarrenvomRhein , 14.02.2021 11:12

Zum Thema Neuer Markt:

Ich war in der damaligen Zeit ein Antizykliker.
Vor dem großen Chrash haben meine Aktien-Freunde alle hohe Gewinne gemacht, Buchgewinne, aber auch teilweise realisierte.

Ich habe damals kaum Gewinne gemacht...aber beim Chrash auch keine nennenswerten Verluste.


Was mich heute ärgert, ist das ich nicht einen Teil der Dividendenstrategie damals bereits begonnen und beibehalten habe.
Die verlorene Zeit ist nie mehr aufholbar.

Das predige ich heute den Kindern und jüngeren Arbeitskollegen/Freunden.


WarrenvomRhein  
WarrenvomRhein
Beiträge: 22
Registriert am: 09.02.2021


RE: Nicht neu an der Börse, aber hier...

#11 von Gast , 16.02.2021 07:08

WarrenvomRhein,

Du hast ja noch 18 Jahre Zeit bis zur Rente.
Ich denke, Du hast alles richtig gemacht und bis zu Deiner Rente hast Du dann ein süßes Zusatzgeld durch Dividende.
Ärgere Dich nicht.

Wer mit 65 Jahre alt mit Dividendestrategie anfängt, ist dann ja schlimm und zu spät.
Aber nur wer sehr hohe Kante hat, ist okay mit Dividendenaktien investieren.

Ich ärgere mich auch sehr, dass ich 10 Jahre lang blöde Forextrading herumgeballert habe.
Hätte ja in Dividendenaktien statt Forex investieren. Auch eine 10 verlorene Jahre.



RE: Nicht neu an der Börse, aber hier...

#12 von caddy ( Gast ) , 19.02.2021 09:45

Ja, auch ich bin ein so teilweise gebranntes Kind. Hatte es ja schonmal angedeutet.

Vor allem aber hat mir die Zeit nach dem neuen Markt zugesetzt in der ich mich nicht gekümmert habe und blind in sichere Häfen in der Hoffnung investiert hatte. Bin auch Jahrgang 70 und muss jetzt was tun (ausser Aktien habe ich noch Eigentumswohnungen).


Da wären als Altlast im Depot (mit megafettem Klumpenrisiko):
-------------------------------------------
Deutsche Bank (ich könnt heulen)
Commerzbank (und noch mehr Heulerei :D)
Telekom (über die bin ich eigentlich froh)
K&S (Aua, aua, dachte es geht aufwärts und jetzt kommt die BAFIN)
Indonesische Bankaktien (seit über 20 Jahren als Pennystock gekauft und ist jetzt ein Millipennystock ;), die bleiben als Mahnmal im Depot)

Eigentlich war die Börse für mich verbranntes Gebiet, ich hatte lieber in Steine investiert.

Seit einem Jahr bin ich wieder aktiv, nachdem ich durch den Sparcoyoten und Alexander wieder auf Aktien aufmerksam geworden bin
und versuche mit Halbwissen und das Verfolgen von Strategien meine dürftige zu erwartende staatliche Rente auzupolieren.

Aktuell liege ich bei ca. 100€ Divi im Monat bei einer Sparrate von 750€ (mehr geht bei 3 Kids einfach aktuell noch nicht). Das ist natürlich weit
von den Sparraten der o.g. "Vorbilder" und somit werde ich derartige astronomische Summen nicht erreichen können. Es es gibt auch noch andere Blogs
die dasselbe Ziel verfolgen und "klein" anfangen. Ich habe noch 12 Jahre Zeit, dann bin ich 62 und schaue mal wie es weiter gehen soll.

So sind aktuell im Depot :
(SUI) SwissRE

(DE) Allianz
(DE) BASF
(DE) Commerzbank
(DE) Deutsche Bank
(DE) D. Telekom
(DE) Deu.Bet AG
(DE) EON
(DE) K&S
(DE) Münch. RE
(DE) Talanx
(DE) VW Vz.

(GB) BAT
(GB) GSKline
(GB) SHELL

(KOR) SK Telekom

(NO) NEL ASA (ich gehe die Wasserstoff-Wette mit einem kleinen Sparplan mit, ist ein Zockbestand)

(ROW) PT Bank Malaysia (Mein Symbol der Erkenntnis keine Aktienbriefe von dubiösen Anbietern zu lesen)

(US) 3M
(US) Altria
(US) AT&T
(US) Coca
(US) Gladstone Com.
(US) IBM
(US) Iron Mountain
(US) J&J
(US) Omega Healthcare
(US) Pfizer
(US) Realty Income
(US) Southern CO
(US) Viatris (SpinOff)
(US) Walgreen

(ETF) FTSE All-World UCITS ETF (USD) Accumulating (VWCE) (Kind1)
(ETF) FTSE All-World UCITS ETF (USD) Distributing (VGWL) (Kind2)
(ETF) SPDR S+P GL.DIV.ARIST.ETF (Kind3)

Für Kind1 und Kind2 fast den gleichen ETF, ich wollte mal ausprobieren wo eigentlich der Unterschied liegt. Aktuell finde ich den Distributing besser. Er schüttet aus und die Wert-Steigerung ist bei beiden Fonds ähnlich. Aktuell sehe ich keinen Grund in einen ACCU zu investieren. Lasse mich aber gerne eines besseren belehren.

Kind2 und Kind3 werden monatlich angespart und bleiben noch mindestens 8-11 Jahre liegen. Es soll den Kindern als Startkapital für das selbstständige Leben dienen. Es fliesst ein mittlerer 2 stelliger Betrag in diese Fonds.

Die kurzfristige Strategie ist aktuell die HighDividendTitel auf ca. 3000-4000€ aufzustocken ( AT&T, Omega, Gladstone, Altria, Iron Mountain) und mit dem Dividendenfluss und Sparplänen die solideren Titel (3M, Coca, J&J, Southern, Telekom, EON, Allianz, IBM und MURE) wachsen zu lassen um die riskanteren Titel abzusichern.

Mal gucken ob es klappt. Auf jeden Fall danke ich für die Inspiration.


caddy

RE: Nicht neu an der Börse, aber hier...

#13 von bpmeister , 19.02.2021 11:55

Wenn's mein Depot wäre, würde ich ein bisschen aufräumen. Banken raus, EON, K+S, VW ebenfalls.
750€ sind genug, wenn du nicht auch noch Millionär werden willst in 12 Jahren.
Ich gehe den Weg, das bei mir mit 63 oder 65 Jahren mindestens 700 € im Monat an Dividenden fließen. Ist für mich sportlich, aber man braucht Ziele.
Deshalb gehe ich auch zu einem guten Teil auf Aktien mit hohen Dividenden. Aber ich bleibe dabei größtenteils in defensiven Werten.
Ein Problem sehe ich auch bei sehr vielen europäischen Aktien, das die Dividendenkultur nicht so ausgeprägt ist wie in den USA. Da werden bei jährlicher Zahlweise und auftretenden Problemen wie jetzt gerade mal eben die Dividenden gegen Null gefahren. Das passt mir ganz und garnicht. Deshalb ist mein Depot auch Amerika lastig (ca. 70/30). Eine Möglichkeit die ich auch nutze sind Aktienkäufe von Dividendensprintern. Also starke Erhöhungen der Dividenden.
AMT, Abbvie sind z.B. meine Kandidaten, die ich bei mir hoch gewichte. AMT erhöht seit vielen Jahren jedes Quartal die Dividende und nicht nur um wenige zehntel Prozent. Insgesamt für 2020 um 20%. Abbvie Dividende liegt bei ca. 5% und steigt derzeit 10% jährlich. Das sind (hoffentlich) meine Bringer in 10-12 Jahren.


bpmeister  
bpmeister
Beiträge: 202
Registriert am: 21.03.2020


RE: Nicht neu an der Börse, aber hier...

#14 von caddy ( Gast ) , 19.02.2021 18:51

Ja, du hast nicht Unrecht. CB und DB wird noch Jahre dauern ob und wie die sich erholen werden. Die Verluste sind aber dermaßen hoch das es sehr schmerzen würde die Posten jetzt aufzugeben. Evtl. macht das bei der DB noch Sinn. Die paar verbliebenen Hunderter für die CB machen jetzt den Kohl auch nicht mehr fett. K&S warte ich auch noch ab. EON halte ich (subjektiv mit dieser quasi Monopolstellung) für einen guten Titel.

Jetzt mal eine ganz, ganz blöde Frage : Kann ich Dividendeneinnahmen gegen Verkaufsverluste rechnen ? Ich werde das erste mal in die Situation kommen, dass ich den Freibetrag überschreite. Erst dann würde es sich rechnen die Posten auf zu lösen.


caddy

RE: Nicht neu an der Börse, aber hier...

#15 von bpmeister , 19.02.2021 19:42

Zitat von Gast im Beitrag #14

Jetzt mal eine ganz, ganz blöde Frage : Kann ich Dividendeneinnahmen gegen Verkaufsverluste rechnen ? Ich werde das erste mal in die Situation kommen, dass ich den Freibetrag überschreite. Erst dann würde es sich rechnen die Posten auf zu lösen.



Leider nicht.

Zitat
1. Verluste aus Aktien

Hat man Aktien mit Verlust verkauft, so kann man die Veräußerungsverluste nur mit Gewinnen aus Aktienverkäufen aus dem gleichen Jahr oder den Folgejahren verrechnen. Eine Verlustverrechnung mit Dividenden oder Zinsen ist nicht möglich. Dieses Vorgehen nennt man „horizontalen Verlustausgleich“, da Verluste nur innerhalb derselben Einkunftsart ausgeglichen werden dürfen.


Quelle

Aber, man könnte wenn nötig bei Aktien im Plus glätten. Also die jeweiligen Aktienwerte auf gleichen prozentualen Anteil bringen. So könnten sich die Verluste wenigstens ein bisschen auffangen lassen und man kann evtl besser diversifizieren.
Es würde endlich Zeit, den Freibetrag für Kapitalerträge wieder auf ein paar Tausend Euro hochzusetzen. Wer sich noch dran erinnert: Es waren mal 6.000 DM/Person.


bpmeister  
bpmeister
Beiträge: 202
Registriert am: 21.03.2020


   

... hier als Neuling ...
Historische Zusammensetzung von ETF

Xobor Xobor Community Software
Datenschutz